Uri
Musikschule Uri hat ein Jahr mit musikalischen Leckerbissen hinter sich.

An der GV zeigte sich, dass musikalische Nachholbedürfnisse und Herausforderungen bestehen. Alle Beteiligten freuen sich, dass der Betrieb der Musikschule wieder nach aussen lebt.

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Es war die erste GV der Musikschule Uri, die wieder ohne pandemische Einschränkungen stattfand. Musikschulpräsidentin Cordelia Dal Farra blickte auf ein Vereinsjahr voller musikalischer Nachholbedürfnisse, Erlebnisse, Leckerbissen und Erfahrungen zurück. Auch operativ gab es «einen zum Teil post-COVID geprägten Ablauf mit vielen motivierten Musikdozenten, die viele neugierige, wissensdurstige und leistungswillige Schüler und Schülerinnen im Musizieren begleitet haben».

Musikschule Uri: Präsidentin Cordelia Dal Farra und Schulleiter Philipp Gisler.

Musikschule Uri: Präsidentin Cordelia Dal Farra und Schulleiter Philipp Gisler.

Bild: PD

60 Lehrpersonen unterrichteten in diversen Pensen rund 1030 Schülerinnen und Schüler. Insgesamt weist die Musikschule Uri im laufenden Schuljahr die Gesamtzahl von 1206 Fachbelegungen aus, was bedeutet, dass mehr Schülerinnen und Schüler mehrere Angebote wahrnehmen; am beliebtesten sind Klavier und Gitarre. «Dies sind beachtliche Zahlen», so die Präsidentin. «Die Schülerzahl ist auf einem sehr erfreulichen und stabilen Niveau, welche auch klar aufzeigen, dass die Musikschule Uri die Corona-Krise auch in diesem Punkt gut überstanden hat.» Sie dankte Musikschulleiter Philipp Gisler und seinem Team, das in dieser bestimmt nicht einfachen Zeit Grossartiges geleistet habe. «Flexibilität und Innovation haben die Unterrichts- und Präsenzzeit geprägt und analog der Volksschule den Ausfall von Lektionen auf ein Minimum beschränkt.»

Die Musikschul-Anlässe wie Instrumentenparcours, verschiedenste Schüler- und Ensemblekonzerte, Vortragsübungen oder Musiklager konnten teilweise mit neuen, innovativen Ansätzen durchgeführt werden, erfreuten sich einer grossen Beliebtheit und bildeten einmal mehr wichtige Meilensteine im Jahresprogramm. Das Konzert an den Alpentönen musste allerdings aufgrund einiger positiv getesteter Teilnehmer kurzfristig abgesagt werden.

Rechnung schliesst mit kleinem Gewinn ab

Nachdem die verdienten Vorstandsmitglieder Jacqueline Baumann und Ursula Huwiler den Vorstand verlassen haben, sind neu Kurt Gisler, Sybille Krucker, Stefan Gisler und Elisa Hipp nachgerückt. Den Vorstand beschäftigte im vergangenen Jahr besonders die Bewerbung auf die Ausschreibung der Leistungsvereinbarung durch den Kanton. Sie erhielt erfreulicherweise wieder den Zuschlag. Die Musikschule Uri darf somit die nächsten acht Jahre die Zusammenarbeit mit den Vertretern des Kantons Uri weiterführen und ihre Visionen weiterentwickeln.

Ein zentrales und jährlich wiederkehrendes Thema waren das Budget und die laufende Rechnung. «Dank stabilem Umfeld dürfen wir auch dieses Jahr wieder auf eine solide finanzielle Situation blicken», erklärte die Präsidentin. Bei einem Gesamtaufwand und -ertrag von rund 2,5 Millionen schliesst die Schulrechnung 2021 mit einem Gewinn von 4465 Franken ab. Die Vereinsrechnung weist einen Gewinn von 293 Franken aus. Besonders erfreulich waren eine finanzielle Unterstützung des Kiwanis-Clubs für die nächsten drei Jahre, die den Unterstützungs-Fonds jährlich mit 5000 Franken äufnet, zum anderen einen Nachlass von 50'000 Franken, der der Musikschule vermacht wurde.

Klarinettist Patrick Stalder beim Auftritt am vorgängigen Schülerkonzert.

Klarinettist Patrick Stalder beim Auftritt am vorgängigen Schülerkonzert.

Bild: PD

Über 50 Veranstaltungen und Konzerte organisiert die Musikschule Uri jedes Jahr. Musikschulleiter Philipp Gisler erwähnte in seinem Jahresbericht ein paar grössere: das 26. Musiklager, das nachgeholte und das reguläre Solistenkonzert, das Weihnachtskonzert, die Begleitung der Ausstellung von Franz Fedier im Haus für Kunst, den Instrumentenparcours, das Familienkonzert, an dem auch Familienmitglieder und Bekannte der Schülerinnen und Schüler mitmusizieren konnten, und das Musiktheater Kwela Kwela im Theater Uri, wobei beide Vorstellungen vor vollem Haus stattfanden.

Erwachsenenangebot populärer machen

Gisler gratulierte auch einigen erfolgreichen Solistinnen und Solisten für ihre Auszeichnungen an Wettbewerben. 13 Schülerinnen und Schüler machten im vergangenen Jahr von der Begabtenförderung und damit 60 statt 45 Unterrichtsminuten Gebrauch. Joel Mauerhofer hat im Frühling die Aufnahmeprüfung der Talentförderung Musik Luzern bestanden und besucht seither Zusatzkurse. Leonard Schmutz aus Wassen hat sie dieses Jahr bestanden.

Künftig, so der Musikschulleiter, wolle die Musikschule Uri das Erwachsenenangebot weiter bekannt machen, dies mit einem Instrumentenparcour speziell für Erwachsene. Ab dem kommenden Schuljahr wird zudem die Bläserklasse 18+ in das Erwachsenenangebot integriert. Ende des Schuljahres findet das vierjährige Pilotprojekt Theater und Tanz seinen Abschluss. «Die erfolgreichen Projekte wie das Jubiläumsmusical Klangfang, Musik im alten Turm und Kwela Kwela haben aufgezeigt, dass die Nachfrage für das Angebot da ist. Die Musikschule möchte diesen Weg in Zukunft weitergehen», sagte Philipp Gisler. Ihn freute auch, dass der Erziehungsrat einen Antrag der Musikschule gutgeheissen und eine Weisung für den Musikunterricht während der Schulzeit erlassen hat. «So wird es in Zukunft möglich sein, Schülerinnen und Schüler in besonderen Fällen während der obligatorischen Schulzeit der Volksschule zu unterrichten. Dies wird uns helfen, den dezentralen Unterricht attraktiver zu machen und zu stärken.» (pd/unp)