Verkehr
Brücke über die Sarneraa wird noch dieses Jahr neu gebaut

Der Obwaldner Kantonsrat hat einen Kredit von 1,4 Millionen Franken für die Sanierung der Brücke Bahnhofstrasse über die Sarneraa bewilligt.

Philipp Unterschütz
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Die Brücke über die Sarneraa zwischen Kägiswil und Kerns wird für 1,84 Millionen Franken ersetzt, weil sie in einem desolaten Zustand ist.

Die Brücke über die Sarneraa zwischen Kägiswil und Kerns wird für 1,84 Millionen Franken ersetzt, weil sie in einem desolaten Zustand ist.

Bild: PD

Die Brücke Bahnhofstrasse im Abschnitt Kägiswil-Sarnen über die Sarneraa wird für 1,84 Millionen Franken ersetzt. Das Bauwerk ist in einem alarmierend schlechten Zustand und deshalb seit Jahren mit einer Gewichtsbeschränkung auf 22 Tonnen belegt. Mit dem Neubau findet der mühsame Zustand für Betriebe in den Industriegebieten Chernmatt und Sarnen Nord, welche durch die Brücke von Alpnach her erschlossen sind, ein Ende. Sie müssen bei schwereren Transporten einen Umweg über die Nordstrasse in Sarnen fahren. Der Neubau hat eine Tragfähigkeit von 60 Tonnen.

Der Kantonsrat genehmigte ohne Diskussion den dafür nötigen Kredit von 1,4 Millionen für den Anteil des Kantons, 440'000 Franken gehen zu Lasten der Gemeinde Sarnen. Das Projekt des Baudepartements fand breite Anerkennung. Karl Feierabend (SVP, Engelberg) lobte die Kosten, der Kanton habe das Projekt zu einem moderaten Preis vergeben. Die Bauausführung der Hauptarbeiten des Projekts ist von August 2021 bis März 2022 vorgesehen. Der Deckbelagseinbau wird im Frühjahr/Sommer 2022 erfolgen. Aufgrund der Laich- und Inkubationszeiten von Seeforelle, Äsche und Nase müssen bauliche Arbeiten im Bereich des Gewässers spätestens im Oktober 2021 gestartet und bis Anfang März 2022 abgeschlossen sein.

Benno Dillier (CVP, Alpnach) bat die Regierung, im Zusammenhang mit dem zu erwartenden Schwerverkehr im Dorf Alpnach, mit dem Vollanschluss A8 vorwärtszumachen und auch baldmöglichst für eine Sanierung der «Holperpiste» beim Hofmättelikreisel zu sorgen. Baudirektor Josef Hess betonte, der Vollanschluss stehe nach wie vor hoch auf der Prioritätenliste. Das Astra könne mit den Auf- und Abfahrten aber erst beginnen, wenn die ausstehenden Bewilligungen für die flankierenden Massnahmen bezüglich der Dorfdurchfahrt und des Projekts Hofmättelikreisel vorliegen würden. Für diese Bewilligungen brauche es ein weiteres Auflageverfahren.