VERKEHRSUNFÄLLE: Weniger Unfälle auf der A8 in Obwalden

In Kanton Obwalden haben sich auf der Autostrasse A8 im vergangenen Jahr weniger Unfälle ereignet, als ein Jahr zuvor. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Mittelleitplanken Wirkung zeigen.

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Auch eine Mittelleitplanke konnte im Februar 2015 diesen Auffahrunfall zwischen drei Autos auf der A8 bei Alpnachstad nicht verhindern. (Bild Kantonspolizei Obwalden)

Auch eine Mittelleitplanke konnte im Februar 2015 diesen Auffahrunfall zwischen drei Autos auf der A8 bei Alpnachstad nicht verhindern. (Bild Kantonspolizei Obwalden)

Zwischen Alpnachstad und Sarnen kamen 2015 zu 34 Unfällen, 7 weniger als im Jahr zuvor. Ende 2014 war eine provisorische Mittelleitplanke errichtet worden, die Frontalkollisionen auf der nicht richtungsgetrennten Schnellstrasse verhindern soll. 2014 hatten sich auf der gesamten A8, auch witterungsbedingt, 16 Unfälle mehr ereignet als 2013.

Die tiefere Unfallzahl sei zum Teil mit der Leitplanke zwischen Alpnachstad und Sarnen erklärbar, teilte die Kantonspolizei Obwalden am Dienstag mit. Sie schränkte aber ein, dass Entwicklungen wegen der tiefen Fallzahlen nur über mehrere Jahre zuverlässig beurteilt werden könnten.

Total gab es (ohne Bagatellunfälle) 2015 im Kanton Obwalden wie schon 2014 188 statistisch erfasste Verkehrsunfälle. Die Zahl der Getöteten ging von 2 auf 1 zurück. Beim Opfer handelte es sich um einen Motorradfahrer, der im Juli auf dem Glaubenbielenpass tödlich verunfallte.

Die Zahl der Schwerverletzten erhöhe sich von 15 auf 17. Wegen des Carunfalls in Engelberg vom Juni stieg die Zahl der Leichtverletzten stark an, nämlich von 63 auf 102. Beim dem durch einen technischen Defekt verursachten Unglück waren 39 Personen leicht verletzt worden.

Die Hauptunfallursachen lagen bei Unaufmerksamkeit, Ablenkung, überhöhter Geschwindigkeit und Alkoholkonsum. Dies seien grundsätzlich alles Ursachen, die vermieden werden könnten, teilte die Polizei mit.

Insgesamt bewegten sich die Unfallzahlen nach Erkenntnissen der Polizei 2015 auf dem Niveau des Vorjahres. 1995 waren noch fast doppelt so viele Unfälle, nämlich 367, registriert worden. Während dieser Zeit hat sich der Fahrzeugbestand verdoppelt.

Mit 46 Unfällen ereigneten sich in der Gemeinde Sarnen am meisten Unfälle, gefolgt von Alpnach (39) und Lungern (24). Am häufigsten krachte es im Juli (22), gefolgt von August (20), sowie Juni, September und Oktober (je 18). Mit Abstand am meisten Unfälle ereigneten sich auf Obwaldner Strassen an einem Freitag (36), gefolgt Mittwoch (31) und Samstag (27). Am meisten Unfälle ereigneten sich zwischen 16 und 17 Uhr.

sda/rem

Beim Carunfall in Engelberg verletzten sich 39 Personen leicht. (Bild: Kapo Obwalden)

Beim Carunfall in Engelberg verletzten sich 39 Personen leicht. (Bild: Kapo Obwalden)