Wandern
Sie verbessern die Sicherheit auf dem Tomlishorn

Der Verein Wägbuiär Alpnach steht in seinem 32. Lager im Pilatusgebiet im Einsatz.

Robert Hess
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Er wird auch als Blumenpfad bezeichnet, der rund halbstündige Weg vom Hotel Pilatus-Kulm zum Tomlishorn. Der Aussichtspunkt in alle Himmelsrichtungen liegt – je nach Quellenangabe – auf einer Höhe von 2128 oder 2132 Metern und ist damit der höchste Gipfel im Pilatusgebiet. Der Weg bis zuoberst aufs Tomlishorn ist gut begehbar und gesichert.

Die Wägbuiär Alpnach sind dieses Jahr mit rund 20 Teilnehmern im Pilatusgebiet im Einsatz.

Die Wägbuiär Alpnach sind dieses Jahr mit rund 20 Teilnehmern im Pilatusgebiet im Einsatz.

Bilder: Robert Hess (Pilatus-Kulm, 3. August 2021)

Ende dieser Woche wird er noch um einiges sicherer sein. Auf den letzten 50 bis 100 Metern des Weges steht nämlich seit Montag eine Gruppe des Vereins Wägbuiär Alpnach im Einsatz. Die sieben bis neun Männer und Buben haben den Auftrag, die Abschrankung gegen die Talseite mit zusätzlichen Eisenpfosten zu ergänzen und neue Stahlseile einzuziehen.

Weitere Einsatzorte

Nicht mit einem Zaun vollständig gesichert war bisher die «Luzerner Seite» auf dem Plateau des Gipfels. Mit neuen, fest im Feld verankerten Eisenpfosten und stabilen Latten wird diese Lücke nun gefüllt «und damit die Sicherheit wesentlich verbessert», wie Hubi Flüeler, Bezirksleiter Wanderwege Alpnach, am Dienstag vor Ort erklärte. Er ist zusammen mit dem jeweiligen Lagerleiter – dieses Jahr ist es Felix Kathriner – im Hinblick auf das nächste Lager für die Festlegung der Einsatzorte sowie die Beschaffung des benötigten Materials zuständig.

Neben der Gruppe am Tomlishorn sind die weiteren Gruppen bei der Tellenfadlücke, auf der Chretzen und im unteren Steigli/Haselwald im Einsatz. Zu den Arbeiten gehören Hangsicherungen, Wiederherstellung eines Fahrweges sowie Wegsanierungen. Insgesamt umfasst das 32. Lager rund 20 Personen.

«Basislager» auf der Ämsigenalp

Selbstverständlich ist der Verein Wägbuiär Alpnach nach wie vor auf Spenden und Sponsoren angewiesen, um diese Aufgaben zu erfüllen. So hat die Einwohnergemeinde Alpnach den Aufwand für die Verpflegung sowie die Miete von Maschinen übernommen. Die Pilatusbahnen AG stellen Gratistransporte für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie das Material zur Verfügung. Weitere Gönnerinnen und Sponsoren sorgen dafür, dass die Finanzen des Vereins im Lot bleiben und der Einsatz der Wägbuiär für die Öffentlichkeit auch gewürdigt wird.

Dominik Wallimann (links) und Sames Baumgartner montieren einen Zaun aus verankerten Eisenpfosten und währschaften Latten.

Dominik Wallimann (links) und Sames Baumgartner montieren einen Zaun aus verankerten Eisenpfosten und währschaften Latten.

Die rund 20 Männer, Frauen und Kinder haben am vergangenen Samstag ihr «Basislager» auf der Alp Ämsigen bezogen. Hier werden sie von den beiden Köchinnen Barbara Wallimann und Manuela Imfeld verwöhnt. Nicht am Lager teilnehmen konnten diesmal der langjährige frühere Präsident Toby Pfister und der amtierende Präsident Michi von Flüe. Beide konnten auf «ihren grossen Alpen nicht freinehmen».

Gestartet wurde das 32. Lager mit den Vorbereitungen und der Durchführung des grossen «Wägbuir Bärgfäschts» vom Nationalfeiertag in Ämsigen. Das regnerische Wetter tat der guten Stimmung keinen Abbruch. «Wir haben am 1. August ein schönes, gemütliches und feuchtes Fest erlebt», zog Lagereilnehmer Dominik Wallimann am Dienstag auf dem Tomlishorn augenzwinkernd Bilanz.