«Wenn das nur gut kommt», dachten die Komponisten

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Fabian Wieland (links) und Michael Berchtold.

Fabian Wieland (links) und Michael Berchtold.

Brunnämad «Dieser Naturjuiz von Ruedi Rymann gibt allein schon sehr viel her», sagt Fabian Wieland, einer der Bearbeiter des Stücks, gegenüber unserer Zeitung im Pausengespräch. Die Anfangs-, Mittel- und Schlussteile zu Rymanns musikalischem Fundament wurden von ihm und Michael Berchtold unabhängig geschrieben. «Am Schluss haben wir unsere Musik gegenseitig abgeglichen und bearbeitet», gibt Wieland zu verstehen. Er ist Trompeter und gewohnt, mit Melodien und Harmonien umzugehen; sein Kollege ist Schlagzeuger, gemeinhin nur für den Rhythmus zuständig. Wie schafft es also Berchtold zu komponieren? «Ich spiele zu Hause in unserer musikalischen Familie seit jeher Klavier. Obwohl mich Perkussionsinstrumente (Schlagwerk) immer faszinierten, hätte ich ebenso gut ein Blasmusikinstrument wählen können», meint er.

Das Entstehen des Werks «Brunnämad» beschäftigte die beiden Komponisten nicht nur musikalisch, auch der Zweifel «wenn das nur gut kommt» tauchte immer wieder auf. «Wir wussten um den beachtlichen Anspruch dieser Musik und hatten deshalb anfänglich einige Skrupel», gibt Wieland im Nachhinein zu verstehen. Die Musikanten und der Jodlerklub hätten sich dem Stück gegenüber jedoch sehr wohlwollend und aufnahmefähig gezeigt, sind sich beide einig. «Ein grosses Dankeschön, denn es ist nicht selbstverständlich, dass unser Verein und die Jodler so etwas mit sich machen lassen», betont Fabian Wieland. (cam)