Katzenmusik Erstfeld erhält ein neues Outfit

Die Erstfelder Katzenmusik feierte am Sonntag, 3. März, vor viel Publikum zusammen mit den befreundeten Vereinen aus Silenen, Amsteg, Attinghausen und Gurtnellen mit einem Sternmarsch ihren 75. Geburtstag.

Paul Gwerder
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Mit einem Urknall startete die Erstfelder Katzenmusik am Sonntag, 3. März, Punkt 15.30 Uhr, beim Restaurant Krone zum Sternmarsch Richtung Gemeindehaus. Bei frühlingshaftem Wetter präsentierten sich die Erstfelder zum ersten Mal in ihrem neuen «Gwändli». Den Leuten gefiel das neue Outfit mit den roten Hosen, dem schwarz-gelben Frack und der schwarzen Mütze sehr gut.

Am Jubiläums-Sternmarsch machten sich die Silener vom Taubach, die Amsteger von der Brämenhofstatt, die Attinghausner vom «Hirschen» und die Gurtneller vom Mohrenkopf her unter den wunderbaren Klängen des Katzenmusikmarsches auf Richtung Dorfzentrum.

Frauen machen Stimmung

Die Erstfelder Katzenmusikgesellschaft wurde im Jahr 1944 gegründet und kann somit 2019 ihren 75. Geburtstag feiern. Ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft sind die Frauen, die als echte Stimmungsmacherinnen gelten und trotzdem erst seit dem Jahr 1958 mitmachen dürfen.

Jede Gesellschaft im Kanton Uri spielt den Katzenmusikmarsch etwas anders (siehe unser grosses Fasnachts-Quiz). Die Stääger spielen nach eigener Ansicht den Katzenmusikmarsch «ä Zaggä schneller» als in Altdorf, in Silenen ertönt er noch einmal in einem zügigeren Tempo, und den Erstfeldern, welche die verschiedenen Teile je zweimal spielen, kann man fast gar nicht mehr folgen. Die Erstfelder Katzenmusiker sind überzeugt, dass sie den schönsten Marsch spielen, denn «doppelt gespielt hört sich einfach besser an», sind die Mitglieder überzeugt. Auf dem Gemeindeplatz besammelten sich anschliessend alle Musikanten zur Grossformation. Angeführt von der Erstfelder Dirigentin Astrid Gisler und allen Fahnenträgern machten sich die rund 300 Katzenmusiker zusammen mit den Kröntä-Guggä auf den Weg Richtung Pfarreizentrum. Zur Freude der vielen Zuschauer am Strassenrand passten sich die befreundeten Vereine dem Takt der musikalischen Leiterin des Geburtstagskindes an – und die schöne Katzenmusik verursachte regelrechte Gänsehautstimmung. Beim Pfarreizentrum gab es noch ein riesiges musikalisches Schlussbouquet. Danach wurde der 75. Geburtstag noch mächtig gefeiert.

Schnitzelbänkler beleben Beizenfasnacht

Aber bereits am Samstag war in Erstfeld einiges los gewesen. Die «Erstfälder Hirschä» und die «Rätschtantä» belebten mit ihren Schnitzelbänken die Beizenfasnacht.

Die Damen des Turnvereins meinten etwa:

«D'Lara heisst jetzt Gut-Behrami, sit dr Hirat isch sie zwischä dä Tor ä lahmi, fir sie tuät dr Namä stimmä, hesch ä Tschütteler hinnä, chasch nimmä gwinnä.»

Ein besonderer Leckerbissen war der Auftritt der «Erstfälder Hirschä», einer Gruppe junger Burschen, welche die Fasnacht im Blut haben. Mit ihren Geweihen und Fellen kamen sie in den prallvollen Restaurants gehörig ins Schwitzen und brachten die Leute mit ihren «spitzen» Versen zum Lachen.

Zum Beispiel zum ESC-Kunstrasen:

«Firs Vereinslokal gah bättlä uf Gassä, so ä Kunschtrasä schlaht halt zimlich uf Kassä. Diä armä Kickers sind keini Trottlä, mim vorigä Gäld chunt dr Bligg cho jodlä.»

Oder zu einem «kantonaleren» Thema:

«Wenns a dr Chlaisästrass donneret und blitzt, het epper d Verkehrspolizii unterstitzt. Diesmal hets aber nid grändiärt, dr Blächpolizischt isch explodiärt.»