Obwalden/Uri
Prix Lignum vergibt Anerkennungspreise für Holzbauten in Alpnach und Schattdorf

Von den sieben Anerkennungspreisen geht einer an die Gotthard-Raststätte Erstfeld und einer an das Bürohaus Küng in Alpnach.

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Alle drei Jahre zeichnet der Prix Lignum die besten Bauwerke, Innenausbauten, Möbel und Kunstwerke aus Holz aus. Dieses Jahr gehen drei Preise nach Cham, Zug und Olivone im Tessin. Sieben Projekte erhalten zudem einen Anerkennungspreis – darunter auch die Gotthard-Raststätte Erstfeld in Schattdorf und das Bürohaus Küng in Alpnach.

Die Raststätte setzte «radikal auf Holz», schreibt die Jury in ihrer Begründung. Selbst Schiebetüren, Regale und die Kühltruhen im Supermarkt seien aus dem Material. So erzielten die Architekten eine «gehobene Gegenwelt zu der meist belanglosen, massiv gebauten Autobahnarchitektur». Architektin ist Nicole Renggli Frei der ALP Architektur Lischer und Partner AG.

Die Gotthard-Raststätte in Erstfeld.

Die Gotthard-Raststätte in Erstfeld.

Bild: PD

«Inspirationsquelle für jeden Fachmann»

In Alpnach demonstriere die Küng Holzbau AG mit ihrem neuen Bürogebäude ihr ganzes Können, heisst es in der Jurybegründung. Von vollmassiven Türen aus verdübelten Brettern über ein zweiachsiges Deckensystem bis zur Bodenheizung, eingelegt in Holz – der Bau sei eine «Inspirationsquelle für jeden Fachmann».

Das Bürohaus Küng in Alpnach.

Das Bürohaus Küng in Alpnach.

Bild: PD

Insgesamt wurden für den diesjährigen Prix Lignum 530 Arbeiten aus sämtlichen Kantonen eingereicht. Pro Region legte eine Jury je einen ersten, zweiten und dritten Rang sowie zwischen vier und sieben Anerkennungen fest. Aus den 15 Rängen der fünf Regionen kürte die nationale Jury Gold, Silber und Bronze sowie aus 165 Eingaben zwei Sonderpreise Schreiner. (sok)